DenkraumInszenierungen

Der Bildgegenstand entsteht aus vorgefundener, fotografierter, projizierter und nachgezeichneter Vorlage, die sich im Spiel mit der Linie, mit der Technik des Ausschneidens, der Collage und des Hinterlegens zu neuen Bildwirklichkeiten konstituiert. Ein Gesicht, ein Kopf, eine Figur verlieren in dem Augenblick ihre zwar namenlos bleibende, aber dennoch definierte Individualität, wenn Leissing scherenschnittähnlich Ausschnitte herausnimmt, sie mit anderem Material unterlegt und dadurch eine Verfremdung erreicht, die dem Unbekannten und daher auch Belanglosen Spannung verleiht und vielfältige Interpretationen eröffnet. Das Hinterlegen verschiedener gleichgearteter Motive in Collagetechnik erzeugt ein Vexierbild, das Sehen und auch Sichtweise des Betrachters verunsichernd, zur Suche und zum Fragen herausfordert und damit zum Vexierrätsel wird, das mit jeder gestellten Frage weiter in die Irre führt. Die Verbindung oder Überlagerung von Formen ergibt Überraschendes, Unerwartetes. Formen und Strukturen durchdringen sich, werden zu neuen und in der physischen Realität nicht möglichen Figurationen und Bildverschränkungen getrieben.

Albert Ruetz, 2005








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